Zur Bildungspolitik in Baden-Württemberg

Der AfD-Kreisver­band Rhein-Neckar startete am 4. Feb­ru­ar eine Rei­he Online-Stammtis­che zur Land­tagswahl. The­ma des ersten Stammtis­ches war die Bil­dungspoli­tik. Als Ref­er­ent und aus­gewiesen­er Fach­mann auf diesem Gebi­et war Herr Dr. Rain­er Balz­er zu Gast. Der bil­dungspoli­tis­che Sprech­er der AfD-Land­tags­frak­tion erläuterte Schw­er­punk­te des AfD-Land­tagswahl­pro­gramms im Bere­ich Bil­dung und berichtet dazu von seinen konkreten Erfahrun­gen in den let­zten fünf Jahren im Land­tag von Baden-Württemberg.

Die bei­den Land­tagskan­di­dat­en Karl­heinz Kolb (Wahlkreis Schwet­zin­gen) und Dieter Amann (Wahlkreis Sin­sheim) nah­men hierzu Stel­lung und legten jew­eils ihre Posi­tion zu bil­dungspoli­tis­chen Schw­er­punk­ten dar.

Dr. Balz­er führte aus, dass das Kernziel der AfD im Bil­dungs­bere­ich die ide­olo­giefreie Bil­dung sei. Die bei­den let­zten Lan­desregierun­gen unter grün­er Beteili­gung und grün­er Führung hät­ten das The­ma Bil­dung ide­ol­o­gisch befrachtet, der eigentliche Zweck der Schule, die Befähi­gung einen Beruf zu erler­nen, sei dabei völ­lig in den Hin­ter­grund getreten. Aus­druck dieser Fehlen­twick­lung sei der so genan­nte Bil­dungs­plan, der unbe­d­ingt abgeschafft, bzw. deut­lich über­ar­beit­et wer­den müsse.

Karl­heinz Kolb kri­tisierte, dass die natur­wis­senschaftlichen, so genan­nten MINT-Fäch­er, bei den Lern­in­hal­ten zunehmend gestrichen wür­den. An deren Stelle träten Gen­der, Früh­sex­u­al­isierung und Ähn­lich­es. Diese Lern­in­halte seien jedoch, so Kolb, keine Grund­lage für eine spätere erfol­gre­iche Berufsausübung.

Dem schloss sich auch Dieter Amann an. Er kri­tisierte überdies die CDU-Kul­tus­min­is­terin Susanne Eisen­mann. Sie habe den früheren bil­dungspoli­tis­chen Markenkern der CDU aufgegeben und richte sich aus macht­tak­tis­chen Erwä­gun­gen ganz am grü­nen Koali­tion­spart­ner aus.

Dr. Balz­er legte weit­er dar, dass die AfD sich klar gegen die verpflich­t­ende Ganz­tagss­chule ausspreche. Aus­bil­dung und Bil­dung soll­ten nicht nur in der Schule, son­dern auch in anderen Bere­ichen – beispiel­sweise im Sport – stat­tfind­en. Zur Per­sön­lichkeit­sen­twick­lung gehörte auch die Stärkung der Eigen­ver­ant­wor­tung. Dem schlossen sich Kolb und Amann an. Sie sprachen sich überdies für die unbe­d­ingte Beibehal­tung des bewährten drei­gliedri­gen Schul­sys­tems aus.

Zum The­menkom­plex Hochschule legte Dr. Balz­er Zahlen vor: Bun­desweit gäbe es 180 Pro­fes­suren im Fach­bere­ich Phar­mazie, 160 in Alten Sprachen – aber ca. 200 in Gen­der­wis­senschaften. Dies belege deut­lich die Fehlen­twick­lung in der uni­ver­sitären Aus­bil­dung. Kolb und Amann forderten die Aufrechter­hal­tung der Hochschu­lau­tonomie frei von poli­tis­chen Vorgaben.

Im Anschluss folge eine leb­hafte Diskus­sion zwis­chen den 17 zugeschal­teten Teil­nehmern. Hier­bei bestand Einigkeit, dass der Kern der Bil­dung die Ver­mit­tlung fundierten Wis­sens sei. Diese beginne bere­its in der Schule. Die Defizite der Bil­dungspoli­tik der let­zten Jahrzehnte zeigten sich schon darin, dass in immer mehr Berufs­bere­ichen die Bewer­ber allein schon auf­grund man­gel­nder Basisqual­i­fika­tio­nen scheit­erten. So könne das Land seine wirtschaftliche Spitzen­po­si­tion und damit seinen Wohl­stand nicht erhal­ten. Hier müsse drin­gend gegenges­teuert werden.

Die Online-Stammtis­che zur Land­tagswahl wer­den bis zur Land­tagswahl im Wochen­rhyth­mus fort­ge­set­zt wer­den. Der näch­ste Stammtisch ist für den 11. Feb­ru­ar geplant. Das The­ma wird dann Migra­tion und Inte­gra­tion sein. Hierzu hat sich AfD-Bun­dessprech­er Prof. Dr. Jörg Meuthen angekündigt. Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Das Kurzpro­gramm zur Land­tagswahl kön­nen sie HIER downloaden.

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